Jagen vor Usedom
Jagen vor Usedom

Katholischer Kindergarten zu Besuch im Wald

Lieber Rene,

auf diesem Wege wollen wir dir in Wort und Bild für die tolle Wanderungen durch den Wald danken, die du wirklich hervorragend vorbereitet hast. Du hast unsere Erwartungen wirklich übertroffen und die Kinder schwer begeistert. Einige Jungen erwägen inzwischen eine Laufbahn als Jäger.

Natürlich waren alle schon vor der Fahrt aufgeregt und so manch einer vergaß im Eifer dann doch wieder, dass Rehe und Hirsche nicht miteinander verwandt sind. Als wir am Treffpunkt ankamen, sorgte dein Jagdhund für erste Begeisterung. Dann begann die Waldwanderung und nach nicht einmal fünf Minuten hattest du alle Weltenbummler in deinen Bann gezogen – vielleicht ist es dir nicht aufgefallen, aber bis auf einen Satz am Anfang haben wir zwei anderen Erwachsenen nichts mehr zu sagen gehabt. Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung Jungen und Mädchen Bucheckern in die Erde drückten, um Bäume zu pflanzen. Mit wenigen Worten hattest du Ihnen die Bedeutung des Buchwaldes dargelegt und diese „spontane Pflanzaktion" ausgelöst. Auch die Bedeutung abgestorbener Bäume als Lebensraum für Spechte und Insekten interessierte die Kinder sehr.

Ab da gab es eine Überraschung nach der anderen. Zuerst fanden Philipp und Leonie unter aufgeregten Rufen zwei Rehgehörne (eine mit und eine ohne Bast) auf einer Bank, die sie stolz zu dir brachten. Du hattest beide treffend neben einer Fegestelle platziert, welche die Mädchen und Jungen neugierig betrachteten, während du Ihnen einiges zum Leben des Rehbockes erklärtest. Sehr gut fanden wir deine Ausführungen zur Bedeutung der Jagd, die uns besonders für einige Jungen sehr am Herzen lag. Darauf folgten eine Abwurfstange des Rothirsches und eine des Damhirsches, die die Finder wie Trophäen in den Händen hielten. Lukas hätte seine am liebsten gar nicht mehr hergegeben. Den präparierten Fischotter mit dem dazugehörigen Fisch hätten die Weltenbummler stattdessen fast übersehen. Dann wurden beide umringt und vorsichtig gestreichelt. Auch hier hatten die Kinder, wie während der ganzen Wanderung viele Fragen, die du geduldig und verständlich beantwortet hast.

Anschaulich erläutert hast du auch den Nutzen eines Wildzaunes, als du den Kindern junge Pflanzen mit Wildverbiss gezeigt hast. Am Zaun selbst fanden die Kinder das nächste Präparat, welches sie ehrfürchtig betrachteten. Der Anblick des Bussards fesselte einige Kinder sehr, auch wenn er anfangs für einen Geier gehalten wurde. Leider konnten wir den Greifvogelhorst in der Nähe nicht entdecken, das Laub versperrte uns die Sicht. Auf der nächsten Wegstrecke, wolltest du als erster gehen, um den Kindern Spuren zu zeigen. Da mussten wir über Philipp schmunzeln, als er sagte:"Ich fasse dich an – dann bin ich auch erster." An der folgenden Spurensuche, bei der genügend Schwarzwildspuren gefunden wurden, beteiligten sich die Kinder mit regem Interesse und hörten dir dabei aufmerksam zu.

Nun ging es vom Weg ab ins Unterholz, wo die Weltenbummler unter staunenden Rufen eine Keilerdecke sichteten, die du beinahe lebensecht über einen Baumstamm gelegt hattest. Die Mädchen und Jungen drängten sich um dich, um auch wirklich alles zu sehen. Als du dann den Schädel des Keilers hervorholtest konnten wir die Begeisterung der Kinder am aufgeregten „Ah" und „Oh" hören. So viele Fragen haben sie der Zahnärztin in der Woche zuvor nicht gestellt, wie Sie von dir zu den Zähnen des Keilers beantwortet haben wollten. Vor allem Mert und Mattes wichen dir hier nicht mehr von der Seite. Wieder durften die Kinder alles anfassen und befühlen, was sie ausgiebig taten, als du Ihnen anhand der Decke vieles zum Leben der Wildschweine erzähltest. Im Gänsemarsch stiefelten wir danach durchs Brombeergestrüpp zu einem Schlafkessel. Staunend hörten die Kinder, um welchen Ort es sich hier handelt und so manch eines schaute sich vorsichtig um. Die Wildschweinborsten am Baumstamm rissen die Aufmerksamkeit dann aber an sich, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. Dass der Hügel den wir danach bestiegen von einem Dachs geschaffen war, der hier einen Bau angelegt hatte war wiederum sehr interessant. Natürlich kennen alle Weltenbummler den Fuchs, aber dass er manchmal min einen Dachsbau einzieht, wussten sie natürlich nicht. Zusammen mit dem Fuchsfell, dass du daneben „versteckt" hattest, war dies der Höhepunkt und auch die letzte Station auf unserem Waldwandertag.

 

Es hat sich mehr als gelohnt.

 

Die Weltenbummler des katholischen Kindergartens St. Marienstift danken dir sehr und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

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© Philipp Kowolik • Homepagegestaltung > Horst Rummel www.panoramafuchs.de • 05.03.2015